Tapeverbände / Kinesio-Tape

Kinesio-Tape
Die Anlage eines Kinesio-Tapes unterscheidet sich im Vergleich zu herkömmlichen Bandagierungen oder funktionellen Tapeverbänden grundsätzlich. Das Kinesio-Tape wirkt ergänzend zur herkömmlichen Physiotherapie, Manualtherapie oder Lymphdrainage. Das Kinesio-Tape wurde in Japan vor mehr als 25 Jahren entwickelt und eingesetzt.

In Europa wird es seit den 90er Jahren überwiegend im Leistungssport eingesetzt. Es handelt sich hierbei um eine elastische Binde, welche durch eine spezifische Anlagetechnik stimulierende Wirkung auf Muskelpartien, Gelenke, Lymphgefäße und Nervensystem ausübt. Es entstehen hierbei keine negativen Hautreaktionen.

Effekte
Die Muskulatur kann je nach Anlagetechnik tonisiert oder detonisiert werden. Hierbei wird die statische und dynamische Koordination positiv beeinflusst.Bei lymphatischen Schwellungen wirkt das Kinesio-Tape durch einen Dauerdruck auf das betroffene Gewebe resorptionsfördernd und sorgt somit für eine raschere Regeneration. Die Gelenke werden von dem Kinesio-Tape propriozeptiv beeinflusst, und tragen somit zu einem besseren Bewegungsempfinden bei. Die Anlage beinhaltet eine uneingeschränkte Beweglichkeit des Gelenks.

Funktionelle Tapeverbände
Funktionelle Tapeverbände werden hauptsächlich im Sportbereich als primäre Prävention (bevor eine Verletzung entsteht) oder als sekundäre Prävention (nach einer Verletzung) eingesetzt.

Tapeverbände können aber auch zur Versorgung von Verletzungen im Sinne der Ruhigstellung eingesetzt werden. Der funktionelle Verband erhält oder schafft das physiologische Gleichgewicht zwischen Stabilität und Mobilität. Er schützt und stützt sowohl passiv als auch aktiv und entlastet selektiv die gefährdeten, gestörten oder verletzten Anteile einer Funktionseinheit, erlaubt die funktionelle Belastung im schmerzfreien Bewegungsraum, verhindert extreme Bewegungen und unterstützt die Ausheilung.

 

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